Wandern Norwegen
Wandern gehört zu den Urlaubsbeschäftigungen, zu denen sich Norwegen besonders eignet. Um eine Wanderung auch mit Kindern ansprechend zu gestalten, sollte man einige Dinge beachten.
Machen Sie sich klar, dass man in Norwegen gar nicht lange unterwegs sein muss, um richtig einsam zu sein. Jede Strecke, die auch nur ansatzweise die Grenzen Ihrer Belastungsfähigkeit ausreizt, kann sich als äußerst unangenehm erweisen, wenn das Wetter umschwingt oder es zu unvorhergesehenen Problem kommt. Planen Sie ein, dass auch der zweite Teil eines Wandertages noch zu schaffen sein muss, und zwar für die Erwachsenen natürlich relativ mühelos (wenn die Kinder nicht die ganze Zeit getragen werden ...).
Beachten Sie dies auch bei der Wahl der Routen – die Strecke sollte keinesfalls zu lang sein und auch nicht zu anstrengend.
Bevor Sie eine Reise antreten, auf der sie eine Wanderung planen, sollten Sie die Wandertauglichkeit der kleinsten Begleiter testen. Für Kinder ist die Aussicht auf „einen ganzen Tag laufen“ oft so entmutigend, dass sie am liebsten gleich aufgeben würden (und es vielleicht auch tun).
Auch das Tempo muss mit Kindern natürlich gedrosselt werden. Für jeden Schritt, den Sie machen, muss ihr Kind zwei machen, weshalb ein hohes Tempo natürlich ein großer Fehler ist. Nur wenn die Kinder getragen werden, kann man mal einen Schritt zulegen.
Auch beim Wandern gilt: planen Sie genug Pausen ein. Kinder haben nicht die nötige Ausdauer, um zwei Stunden ohne Pause durch zu marschieren. Wenn Sie wirkliche Übermüdungszeichen wahrnehmen, ist erst mal eine Pause angesagt, da sonst jedes weiterkommen zusätzlich erschwert wird.
Kein Problem stellen natürlich Säuglinge dar, da diese oft auch lange Fahrten mühelos verschlafen und ansonsten Autofahren auch meist sehr schön finden. Nur größere Kinder (insbesondere solche, die mittags nicht mehr schlafen) werden Probleme auf der Fahrt haben.
Sie sollten für die Fahrt in jedem Fall die Dinge griffbereit haben, die erfahrungsgemäß oft benötigt werden. Einheitliche Tipps sind in diesem Zusammenhang natürlich kaum zu geben, doch mit gründlichem Nachdenken lassen sich eigentlich die meisten Schwierigkeiten vorwegdenken.
Eine andere klein Hilfe ist ein Rucksack mit „Ablenkungen“. Besonders gut funktioniert diese Art von Hilfe, wenn die Eltern das Packen selbst übernehmen, für die Kinder also sogar noch der Überraschungseffekt bleibt.
Was man gut in einen solchen Rucksack packen kann, sind Hörbücher oder CDs und ein Walkman, da dies beliebte Beschäftigungen für reisende Kinder sind. Malbücher sind weniger geeignet, nicht nur, weil Erschütterungen das Malen frustrierend machen können, sondern auch, weil die Stifte bei einem Unfall Verletzungsgefahr bergen.
Bücher oder Bilderbücher können Übelkeit hervorrufen, die damit zusammenhängt, dass Kinder unter einer leichten Desorientieren leiden, wenn sie auf einer langen Autofahrt nicht aus dem Fenster schauen.
Reisen mit Kindern bedingt, dass man Pausen häufig und lange genug einplanen muss. Am besten gelingt dass, wenn die Erwachsenen versuchen, die Fahrt ein wenig ansprechend zu gestalten und nicht als Hindernis vor dem Urlaub, sondern als Beginn des Urlaubs sehen. Pausen und Annehmlichkeiten können dies für alle Beteiligten erleichtern.
