Norwegen

Norwegen ist das Land der Fjorde und Gletscher, der Trolle und Fjells, der Mitternachtssonne und Stabkirchen, der Wikinger und Elche. Die Landschaft ist atemberaubend und fasziniert nicht zuletzt durch seine Gegensätze. Fast 2.000 km lang, dabei aber nur zwischen 6,5 und 43 km breit, schmiegt sich Norwegen im Osten an Schweden und Finnland, und für die nördlichsten 196 Kilometer an Russland.

009-Fotolia_37519141_Subscription_XXL.jpg31Mildes Klima
Während das Klima im Osten kontinental geprägt ist, herrscht an der Westküste ein eher mildes und feuchtes Klima, das vom warmen Golfstrom beeinflusst wird. Vom Skarerag im Süden bis zum Nordkap zieht sich über 1.700 km der Gebirgszug der Skanden durch Norwegen. Teile der Skanden sind von Plateaugletschern bedeckt, deren Ausläufer sich zum Teil bis dicht über das Meer erstrecken. Der höchste Berg ist der 2.469 m hohe Galdhøppigen im Gebirgszug Jotunheimen, einem beliebten Wandergebiet der Norweger.

Norwegen hat wenig Einwohner
Nach Island ist Norwegen das am dünnsten besiedelte Land Europas. Über 50 % der Fläche sind weder bewaldet, noch werden sie in irgendeiner Form genutzt. Zweitgrößte Stadt des Landes, nach der Hauptstadt Oslo im Süden, ist Bergen. 1070 von der deutschen Hanse als Handelsposten gegründet, waren 1250 die Hälfte der damals 40.000 Einwohner Deutsche.

Städte und Sehenswürdigkeiten
Besonders sehenswert ist die alte Speicherstadt mit ihren Holzhäusern. Viele halten Bergen für die schönste Stadt Norwegens. Ganz sicher aber ist es die verregnetste Stadt Europas. Denn jede Wolke, die vom Meer herüberweht, bleibt am Gebirgszug der Skanden hängen und entleert sich über Bergen.
Konkurrent um den Ruf der schönsten Stadt Norwegens ist das knapp 400 km weiter nördlich gelegene Ålesund. Die „einzige Stadt aus Stein“, wie sie sich selbst bezeichnet, liegt malerisch auf mehreren Inseln, und vom „Hausberg“ Aksla bietet sich ein atemberaubender Panoramablick auf die Stadt und den Hafen, die vielen Gassen und Grachten.

Tromsø
Noch weiter nördlich liegt Tromsø, das „Tor zur Arktis“. Von hier ist schon der Polarforscher Roal Amundsen gestartet. Die Stadt liegt auf einer Insel und ist durch eine 1 km lange Brücke mit dem Festland verbunden. In Tromsø gibt es die nördlichste Universität, die nördlichste Brauerei und das nördlichste Rockcafè. Doch während am Horizont schneebedeckte Berge leuchten, tummeln sich in den Sommermonaten in der Stadt Sonnenbrillen, flattern bunte Röcke im Wind, sind die Tische vor den Cafés zwischen den bunten Holzhäusern voll besetzt und es kann keinen Zweifel daran geben, warum das „Tor zur Arktis“ auch als das „Paris des Nordens“ bezeichnet wird.

Norwegen – ein freies Land
In Norwegen gilt noch das „Jedermannsrecht“. Ein uraltes Recht, das nie irgendwo schriftlich festgehalten wurde. Es erlaubt jedem, sich in der Natur frei zu bewegen, wenn dabei Natur und Menschen nicht zu Schaden kommen. Weit norwegischer als wildes Campen, und dabei immer noch preiswerter als Hotels, ist die Übernachtung in einer Hytter. Diese Hütten, deren Ausstattung von schlicht bis luxuriös reicht, gelten als Inbegriff norwegischer Lebensart, und rund jede zweite Familie hat eine solche Hütte, die, wenn sie nicht genutzt wird, vermietet wird.

Fjorde
Norwegen hat viele Seiten. Viele Seen, die im Sommer zum Baden einladen, während nur ein paar Kilometer weiter Gletscherwanderungen angeboten werden. An der Westküste gibt es atemberaubende Fjorde, die sich durch hohe Felswände hindurchschlängeln. Es gibt spektakuläre Wasserfälle und einsame Hochebenen. Im Winter gibt es fantastische Möglichkeiten zum Skilaufen. Und wer es ganz beschaulich mag, der besteigt ein Schiff der Hurtigruten. Das Postschiff verkehrt zwischen der Stadt Bergen und Kirkenes an der Grenze zu Russland. Die „Posttour“ dauert 6 Tage, die Touristentour, mit sehenswerten Abstechern und ausreichend Zeit für Landgänge, 12 Tage.

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